Dança dos Ursos - Evolução

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Die Buddy Bears, die in Berlin erstmals im Jahre 2002 ausgestellt wurden, fand ich von der Konzeption und Ausfuehrung schon immer sehr interessant und ueberlegte mir inwieweit ich dies in meine eigene Arbeit einbauen koennte. Ich muss gestehen, dass ich kein Freund von Wiederholungen bin und urspruenglich ein anderes Medium als den (Berliner) Baeren nehmen wollte. Letztendlich habe ich mich jedoch entschieden, doch eine Baerenskulptur zu nehmen, da mir diese am besten geeignet erschien, meine Ideen dreidimensional umzusetzen. Mitte 2008 fing ich mit meinem Bildhauerteam (KHSculptorGroup) an, die erste fast lebensgrosse Baerenskulptur zu entwickeln. Da sich unsere Wein und Kunstfarm QUINTA DOS VALES in einem wichtigen und zeitaufwendigem Neuorientierungsprozess befand, plante ich die Verwirklichung des Projektes fuer eine Zeit mit etwas mehr Ruhe und eher fuer 2010 oder spaeter.

Im Hinblick auf die unerwarteten wenig positiven Entwicklungen der Weltwirtschaft entschied ich mich jedoch kurzfristig dafuer, sofort voranzugehen. Warten haette das Projekt weiter verzoegern oder gar scheitern lassen koennen. Obgleich auch fuer unser Projekt der Begriff “uniting” ein wesentlicher Bestandteil ist, wollen wir keine politische oder paedagogische Nachricht vermitteln. Was erreicht werden soll, ist schlichtweg eine neue kuenstlerische Interpretation von “Evolution”. Wir zeigen Praesenz! Und wenn wir einen Impuls geben koennen, es noch etwas haerter zu versuchen: um so besser. Evolution ist die treibende Kraft fuer positive Veraenderungen und vice versa und der einzige Grund, warum die Menschheit sich entwickelt hat und sich weiter entwickeln wird. Die kuenstlerische Interpretation einer abstrakten Idee ist nie leicht, aber wir koennten erreicht haben, wonach wir suchten. Wir schufen weitgehend gleich aussehende und doch jeweils individuelle Skulpturen. Dazu luden wir 26 talentierte Maler und Mosaikkuenstler aus mehreren Laendern mit verschiedenen Staatsbuergerschaften und sozialen Hintergruenden ein, ihre eigene Interpretation des Themas “Evolução” zu machen. Ausser dieser allgemeinen Orientierung waren die Kuenstler in ihrem kuenstlerischen Ausdruck frei. Es erwies sich, dass der multikulturelle Aspekt ein tragendes Element des Projektes war, da er dazu beitrug den Geist zu oeffnen und das Spektrum der Erfahrungen zu vergroessern.

Die Transformation von zwei-dimensionalen Bildern und Mosaiken in drei-dimensionale Skulptur-Bilder war eine aufregende neue Erfahrung fuer alle Teilnehmer. Mehrere Kuenstler entschieden waehrend des Prozesses, nicht nur einen Baeren sondern bis zu vier Baeren mitzugestalten! Einige Teilnehmer moegen sogar ein neues Medium entdeckt haben, welches ihre kuenstlerische Richtung und Vorlieben modifizieren koennte. Waehrend der Ausstellungsreihe wird es unser Anliegen sein, weitere Kuenstler und auch Zuschauer sowie Schulen in die Arbeit an zusaetzlichen Skulpturen / Projekte einzubeziehen. Um den Kreis zu schliessen: Die Baerenskulptur wurde bewusst als Medium gewaehlt um unsere Nachricht zu vermitteln, da der Baer in vielen Aspekten nahe dem Menschen ist. Der Sinnspruch “Der Baer erwacht im Fruehling nach einem langen Schlaf” kommt dem, was der Menschheit gerade passiert ist, recht nahe. Seit Beginn der Zeit haben Baeren die menschliche Vorstellungskraft befluegelt. In vie len Zivilisationen wurden sie in der Kunst als Symbol fuer Staerke und fuer Wandlungsfaehigkeit gewaehlt. Die Menschheit und die Kunst haben sich stark weiterentwickelt seit den Anfaengen. Viele Jahre sind vergangen, aber der Baer steht auch in der modernen Gesellschaft noch immer als Symbol fuer Kraft, Durchhaltevermoegen und die Faehigkeit sich neuen Bedingungen anzupassen. Eigenschaften, die wir anstreben und bewundern.

Im Kontext mit dem Leitthema unseres Projektes somit eine willkommene Ergaenzung und Ausgangsbasis fuer eine weitere, vertiefende Auseinandersetzung im bildhaften Bereich. Ich habe meine Baeren in einer normalen stehenden Position und weitgehend abstrakt-neutral gestaltet. Dieses Zuruecknehmen sollte es ermoeglichen, dass die Skulpturen als kraftvolles Medium im Hintergrund bleiben und der folgenden kuenstlerischen Auseinandersetzung den erforderlichen Freiraum geben koennen. Ich hoffe persoenlich, dass die Erwartungen aller Teilnehmer erreicht werden. Es war kein leichtes Unterfangen, dieses Projekt zu starten, aber es gewann relativ schnell ein sehr starkes Momentum und wir Teilnehmenden verstanden, dass wir bereits eine “Evolução” erreicht haben. Und darum geht es. Geniessen Sie unsere Arbeit!

Karl Heinz Stock



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